Motivation und Idee


Alles begann mit einer Reise in den Nahen Osten, nach Jordanien, in den Libanon und nach Syrien.
Dort erschien uns als Außenstehende  das Zusammenleben vieler Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen und Religionen als problemlos und konfliktfrei.
Wir erlebten jahrtausende alte Geschichte, die uns von freundlichen und hilfsbereiten Einwohnern freudig näher gebracht wurde, besuchten u.a. Aleppo, Damaskus, Palmyra, Hama und das Simeonskloster, ebenso wie das, einem Schwalbennest gleich, an einen Felsen gebaute Maalula, ein Dorf, in dem noch aramäisch gesprochen wurde!
 
Ein Jahr später wütete der Krieg in Syrien mit unvorstellbarer Grausamkeit bis heute.
 
Die Nachrichten, die über die Medien Verbreitung fanden,  kamen erst in geballter Form und versickerten dann immer häufiger im Meer der Gleichgültigkeit,  weil andere Berichterstattungen von den Krisenherden dieser Welt ihren Platz einnahmen.
 
Wie sollte man helfen, was tun, wenn man nicht weiß, ob die Hilfe überhaupt ankommt, ob der Verwaltungsaufwand nicht den größten Teil der Spenden auffrisst!
 
Gleichzeitig machte man sich im Franziskanerkloster Vierzehnheiligen am Obermain ähnliche Gedanken und überlegte, wie eine wirksame Hilfe für die notleidende Bevölkerung im Land organisiert werden konnte.
 
Vom "Kommissariat des Heiligen Landes", (umfasst Syrien, Jordanien, den Libanon, Israel und den Irak) deren Hüter die Franziskaner seit dem Mittelalter sind, und das seinen Sitz  in Werl hat, gab es Informationen, nachdem finanzielle Hilfe sicher an die dort verbliebenen Ordensbrüder weiter geleitet werden kann.
Nachdem wir die Nachricht erhielten, dass die notleidende Bevölkerung in den noch unzerstörten Klöstern Hilfe bekommt, mit Essen und Medikamenten versorgt wird und man sich auch um Alte, um Kinder und Kranke kümmert, beschlossen wir,  mein Mann und ich, gemeinsam mit den Franziskanern von Vierzehnheiligen die Hilfe gezielt in diesen Bereich fließen zu lassen.
 
Zu Beginn des Jahres 2014 wurde P. Christoph Kreitmeir vom Franziskanerkloster Vierzehnheiligen mein Ansprechpartner. Es entstand  die Idee, einen "Spendenfluss" zu initiieren, der über einen längeren Zeitraum die Ordensbrüder in Syrien bei Ihrer Arbeit unterstützt.
Bei seinen zahlreichen Vorträgen und Lesungen im näheren und weiteren Umkreis lassen sich die Zuhörer immer wieder für caritative Projekte sensibilisieren.
Meine Vorstellung war es, den Besuchern für Ihre Spenden eine "Gegenleistung" anzubieten, sie zum Kauf hübscher, selbstgefertigter Dinge zu bewegen, Geschenke für sich selber oder für liebe Mitmenschen, und damit auch noch Gutes zu tun.
 
Die ersten Produkte meiner Näharbeit, die mir als "Frau vom Fach" (ich arbeitete in meinen jungen Jahren als ausgebildete Fachlehrerin für Hauswirtschaft und Textilgestaltung)  rasch von der Hand gingen, waren Hüllen für Smartphones und Handys aus Filz sowie Schlüsselbänder aus recycelten Krawatten.
 
Mit der Einführung des neuen Gotteslobes kamen Buchhüllen dazu, die in den Kirchengemeinden meiner Pfarreiengemeinschaft Sesslach auf großes Interesse stießen.
 
Meine Aktion zog weitere Kreise und ich durfte Hilfe vieler Mitmenschen erfahren,
Stoff - und Lederreste wurden zur Verfügung gestellt und  Verkaufsmöglichkeiten auf Märkten und Bazaren angeboten.
Jeder gute Tipp half weiter und jedes Lob beflügelte mich, diesen Weg weiter zu gehen.
So gab es z.B. Verkaufsaktionen in den Pfarreien St. Augustin/Coburg und  in Rödental, beim Altstadtfest in Sesslach, beim Bazar der St. Franziskusschwestern und direkt in der Basilika Vierzehnheiligen, um nur einige zu nennen.
 
Für das laufende Jahr 2015 habe ich mein Angebot erweitert und biete nun auch Stoffeulen in zwei Größen an.  (ca.15cm/18cm)
Zum einen sind sie in schwerer Form als Türstopper oder Buchstützen zu verwenden, die leichte Ausführung hängt, auf einem Bleistift sitzend, an einer Spiralfeder.
Weiter gibt es Brillenetuis aus Filz mit Schnappverschluss, und kleine, gestrickte Püppchen sowie Stoffherzen mit Band, die mit Lavendel - oder Rosenblüten gefüllt sind.
 
Nach wie vor geht der gesamte Erlös (100%) aus dem Verkauf der Gegenstände über das Kommissariat des Hl. Landes an die Franziskaner in Syrien, alle Unkosten werden von meinem Mann und mir selbst getragen.


 


Homepage von Pater Christoph Kreitmeir

http://www.christoph-kreitmeir.de/
http://www.christoph-kreitmeir.de/netzwerk/hilfsprojekte/hilfe-f%C3%BCr-syrien/
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